Archive for Oktober, 2014

Ein Leben ohne Beschwerden

Ein Leben ohne Beschwerden

 

Wenn wir eine ehrliche Bestandaufnahme machen, so stellen wir fest, dass unser Christsein oft ein einziges Auf und Ab ist.

Wir stimmen dem Prediger zu wenn es um Nächstenliebe geht und vergessen schon mal unsere christliche Erziehung, wenn uns durch eine Fehlentscheidung ein persönlicher Nachteil entsteht.

Wir alle kommen immer wieder in Zeiten hinein, wo wir nicht wissen wie es weitergehen soll, wo ist vorn, wo hinten, oben oder unten. Wo soll ich weitergehen, wo soll ich stehen bleiben.

Und ich möchte erst einmal festhalten, dass ist völlig normal.

Durch Rückschläge und Niederlagen, wird unser Glaube geprüft.

Durch Rückschläge und Niederlagen, bleiben wir in der Abhängigkeit Gottes, werden barmherzig mit Anderen.

 

Wir werden reifer, weiser, manchmal auch vernünftiger.

Und unser Glaube wird stärker, fest gegründeter. Wir wachsen durch die Niederlagen, in der Gnade Gottes.

 

Obwohl viele von uns schon so lange mit Gott unterwegs sind, in die Gemeinde gehen, Sonntag für Sonntag gute Predigten hören, hat es viele Bereiche im Alltag oftmals völlig unberührt gelassen.

 

Nicht immer, manches konnten wir noch bis zum Dienstag, Mittwoch manchmal Donnerstag retten.

Aber dann war da diese neue Situation und die Zweifel waren wieder da.

 

Hebr. 12, 15 und seht darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume; daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden; 

Im Urtext steht hier: I.)  epi-skopeo  aufpassen

1) auf etw. oder jmd. sehen, (genau) inspizieren, beobachten, mustern,

nachschauen, aufpassen auf…, achthaben auf…;

II.) d. Aufsicht ausüben

1) wie sich sorgen für…, sich kümmern um…; von d. Aufgabe welche d. Ältesten einer Gemeinde haben indem sie auf d. Herde achten und aufpassen.

 

Das hat so etwas schönes Kontrollierendes. Und wenn du einen Fehler beim anderen gefunden hast, dann musst du richtig in der Wunde rumbohren und dann noch nachschieben.

 

Ich musste dir das sagen, aber werde jetzt ja nicht bitter!!!

 

Wie versäumt jemand Gottes Gnade?

Ich versäume Gottes Gnade, zum Beispiel,  indem ich vergesse, was mir vergeben wurde

 

Im Gottesdienst, Sonntag für Sonntag, jagt eine Erkenntnis die andere. Ein Problem liegt darin begründet, dass wir bei der Erkenntnis stehen bleiben.

Es macht in unserem Verstand – Aha, so ist das. Wir freuen uns auch ehrlicherweise über die gewonnene Erkenntnis.

 

Hier im Gottesdienst, gehen wir durch die Tür der Erkenntnis, aber im Alltag müssen wir durch die Tür der Erfahrung gehen.

Ein Großteil unserer  Enttäuschungen resultieren daraus, dass wir meinten es im Gottesdienst verstanden zu haben, aber im Alltag mit der Enttäuschung des Versagens zurechtkommen zu müssen.

 

Es sind ja nicht nur die eigenen Rückschläge, sondern ich hatte gehofft, mein Mann, meine Frau, meine Kinder würden sich ändern, nachdem sie solch eine gute Predigt gehört haben.

Und dann ist doch wieder alles beim Alten, manchmal ist es auch schlimmer geworden.

 

Manche von uns haben einen wunderbaren Start hingelegt, hatten klare Verheißungen und es war eine helle Freude beim Loslaufen zu zusehen. Dieses Feuer, diese Leidenschaft der ersten Liebe.

Aber dann kamen die ersten Schwierigkeiten, Widerstände, Rückschläge, plötzlich hatten wir Gegenwind.

 

Wir sind von Menschen und manchmal auch von Gott enttäuscht.

Verhaltensweisen, Sünden die wir längst meinten überwunden zu haben, kamen wieder zurück. Oft noch deftiger als vorher.

 

Einige unter uns haben die Bibelstelle gerade zu durchlebt,

wo es heißt.  Das der Dämon, wenn er ausgefahren ist und zurückkommt und das Haus sauber und geschmückt vorfindet, dass er dann noch sieben andere mitbringt, die schlimmer sind als er.

Manchmal mussten wir das mit ansehen, wie gute Freunde und Familien sich entfremdet haben,  getrennt geradezu zerstört.

Statt das frei gewordene Haus mit der bedingungslosen Liebe Gottes zu füllen, sind Menschen und religiöse Systeme in das neue Lebenshaus eingezogen.

 

Manche haben ihre Hoffnungen auf Menschen gesetzt und sind natürlicher Weise enttäuscht worden.

Andere haben versucht ihr neues Lebenshaus mit Leistungen und Glaubenssystemen zu füllen.  Es ist dieses uralte Verlangen des Menschen, doch wenigstens ein bisschen was dazu zu tun, zur Erlösung.

 

Und dann gehen wir in die Gemeinden, auf Konferenzen usw.

Wir suchen den Schlüssel für ein besseres, geistlicheres, erfüllteres, vollmächtigeres Leben.

Manche von uns haben einen so fetten Schlüsselbund zu Hause. Der ist so schwer geworden, und so umfangreich, dass sie nicht einmal mehr wissen wofür der einzelne Schlüssel eigentlich ist.

 

Schlüssel zur geistlichen Vollmacht

Schlüssel zu einem übernatürlichen Leben

Schlüssel zu einer glücklichen Ehe

Schlüssel für eine perfekte Erziehung der Kinder

Schlüssel zum Sieg im geistlichen Kampf

Schlüssel zur  vollmächtigen Evangelisation

Schüssel für geistliche Durchbrüche

Schlüssel zur geistlichen Kriegsführung

Schlüssel zum finanziellen Wohlstand

Schlüssel zu Krankenheilung

Schlüssel zum richtigen Fasten

Schlüssel zum richtigen Beten

Und weil manche Gebete unerhört blieben, weil manche Schlüssel nicht in unsere Schlösser gepasst haben, sich nicht im Alltag in der erhofften Weise ausgewirkt haben, fahren viele Christen heute ein Schmalspurchristsein.

 

Das übernatürliche Handeln und Wirken Gottes wird kaum mehr erwartet, oder nur noch an großen Männern und Frauen Gottes festgemacht.

Nur das funktioniert dann auch nicht. Denn wenn die Namen von großen Männern und Frauen Gottes, den Blick auf den Allmächtigen verstellen, oder wir das Handeln Gottes auf eben diese wirklich gesegneten Verkündiger  minimieren, wird Gott nicht Handeln. Er teilt nun mal seine Ehre mit niemandem.

 

 Man könnte das natürlich noch endlos weiterführen.

Und ich will das auch nicht runter – oder schlecht machen.

Denn die Leute, die diese Bücher geschrieben haben, haben das tatsächlich so erlebt. Es kann uns auch motivieren Gott, Neues mit Gott zu wagen.

 

Was auch immer in deinem Leben falsch gelaufen ist, ob selbst oder fremd verschuldet; dass einzige was Vater interessiert, ist deine Wiederherstellung.

 

Du kannst ihm auch bei jeder Begegnung auf neue vorhalten wer dich alles enttäuscht hat, was du wieder alles nicht geschafft hast und was du dir für die kommende Woche vornimmst um endlich eine artiges Kind Gottes zu sein.

Weißt du, Gott hört dir geduldig zu, Woche für Woche.

 

Aber zwei Sachen werden sich nicht ändern.

Die Liebe Gottes zu dir ändert sich nicht, die wird nicht weniger und auch nicht mehr. Gott liebt dich jetzt schon mit seiner ganzen Liebe, mehr geht nicht.

 

Wenn du nach einer Woche in den Thronsaal stürmst und laut rufst, hey Papa ich hab´s geschafft eine Woche lang jeden Morgen zu fasten zwischen 9.00 und 12.00 Uhr, dann ist Gott dein Vater begeistert, weil du dich so freust. Aber es  hat keinen Einfluss auf die Liebe deines Vaters, die hat sich nämlich die ganze Woche nicht geändert. Er liebt dich doch jetzt schon mit seiner ganzen Liebe.

 

Oder glaubst du etwa, Gott hätte dir etwas vorenthalten?

Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass er dich bedingungslos liebt.

Ja, Vater liebt dich, ohne Bedingung.

 

Wenn du nach einer Woche angekrochen kommst, total verdreckt, wieder hingefallen und mehr unter dem Teppich langkriechst, ändert das auch nichts an der Liebe Gottes. Er liebt dich doch jetzt schon mit seiner ganzen Liebe.

 

Oder glaubst du etwa, Gott hätte dir etwas vorenthalten?

Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass er dich bedingungslos liebt.

Ja, Vater liebt dich, ohne Bedingung.

 

Das ist das erste was sich nicht ändert.

Die bedingungslose Liebe Gottes zu dir.

Das zweite was sich nicht ändern wird, ist dein Zustand.

Du kannst dich Woche für Woche bei Gott beklagen, über die ach so böse Welt, die Menschen, welche dir das Leben schwer machen.

 

Ich meine hier nicht, alles runterzuschlucken, weil wir ja Christen sind.

Wir dürfen unser Herz bei Gott ausschütten, natürlich, ich darf Gott mein Leid klagen, er nimmt doch teil an unserem täglichen Leben. Wir sollen auch für Gerechtigkeit eintreten, wo Menschen unterdrückt werden.

 

Aber es gibt eben diese andere Haltung in unserem Herzen.

Dieses fortlaufende sich Beklagen und Beschweren und Sorgen.

Für manche ist das schon eine richtige Identität geworden.

 

Ab Morgen brauchst du dich nicht mehr zu sorgen.

Aber, was soll ich denn dann machen?

 

Und dieses Beschweren nehmen manche wörtlich und sammeln geradezu alle Ungerechtigkeiten, all diese bösen Dinge die um uns herum passieren.

Und sie beschweren sich und Andere im wahrsten Sinn des Wortes.

 

Hast du ehrlicherweise, schon mal positive Veränderung in deinem Leben erlebt, nachdem du dich so richtig über andere aufgeregt hast.

 

Hat dich das schon mal irgendeinen Schritt vorwärts gebracht und dir Motivation gegeben dein Leben positiv zu sehen?

Ist dir schon mal jemand um den Hals gefallen und hat sich bei dir bedankt, nachdem du ihn so richtig fertig gemacht hast.

 

Ich möchte euch heute ein paar Empfehlungen mitgeben.

 

Es geht um diese Steine

 

Matth11,28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken

 

Das Ziel des Menschen ist es Glücklich und frei zu sein und niemanden Menschens Knecht.

 

In unserem Leben, da sind enttäuschte Lebenserwartungen, Ziele die man nicht erreicht hat, man sieht auf die Mittel, die einem nicht zur Verfügung stehen.

   Man erlebt enttäuschende  verletzende Beziehungen……

Von den Eltern enttäuscht, vom Ehepartner, von den Kindern

 

Die erste große Liebe und alles ist kaputt gegangen

Man erlebt sein eigenes Versagen.

 

Und mancher ist auch von Gott enttäuscht, weil Gott nicht gehandelt hat, Situationen nicht geändert, Menschen nicht geheilt.

 

Eigentlich wollte ich nicht als Verlierer leben,

aber ich bin auf der Verliererseite gelandet

Da gibt es die falschen Freunde… solange es mir gut ging, waren sie alle da, aber als ich im Dreck lag, da haben sie mit Fingern auf mich gezeigt, mich ausgelacht.

 

Das Leben hat mir übel mitgespielt.

Und so ist das Leben schwer und frustrierend geworden.

 

Um den Frust zu beseitigen muss man an die Ursache,

 an die Quelle des Frustes gehen.

 

Immerhin waren wir ja nicht immer frustriert. Es gab in einem jedem Leben Zeiten, wo wir glücklich waren, uns keine Sorgen um Morgen gemacht haben.

 

Es ist so als ob jemand Steine in unser Leben geworfen hat.

 

Manchmal sind es richtig fette Brocken, aber so ein kleiner Stein im Schuh, macht uns auch ganz schön zu schaffen.

 

Wenn man so einen Stein mit sich rumschleppt hat man ein schweres Leben. Solche Steine bekommt man, wenn man sich was aufhalsen lässt.

 

Wenn Dir vermittelt wird, durch Eltern, Lehrer, Ämter, Behörden..

Du bist nichts wert, Du taugst zu nichts

Und eigentlich bist du in diesem Leben völlig fehl am Platz.

 

Wenn man für solche Botschaften offen ist, hat man ganz schön zu schleppen. Da sammelt man jede Menge Steine ein.

 

Das sind dann richtige Laststeine, mit der Last meiner Vergangenheit zu leben.

 

Dann gibt es die Schuldsteine

 

Das sind die Steine die ich mit mir rumschleppe, weil ich etwas falsch gemacht habe.

Eine falsche Entscheidung getroffen, gestohlen, gelogen usw.

Da ist so unterschwellig die Angst, es könnte rauskommen.

Das kann ich mir nicht vergeben.

Das werde ich mir ein Leben lang nachtragen.

 

Und dann gibt es noch die Schuld-Steine die andere in mein Leben geschmissen haben und es ist meine Aufgabe, dass ich sie den anderen ständig nachtrage. So leicht kommen die mir nicht davon.

Das werde ich dir nie vergessen!

Das werde ich dir ein Leben lang nachtragen.

 

Und Gott, hat mich auch im Stich gelassen, …

Wenn ich jemanden etwas nachtrage, denke ich, ich kann ihn dadurch bestrafen. Aber das stimmt nicht.

Denn ich muss den Stein ja schleppen und nicht der andere.

                                                                          

An Verbitterung festzuhalten ist das gleiche als würde jemand Gift trinken, in der Hoffnung jemanden anderen damit zu strafen.

Da sitzt du dann in der Wüste deiner Einsamkeit, um dich herum das ganze Geröll, die ganzen Steine und dann ist plötzlich „ER“ da. Du hörst diese Stimme die dir sagt: Boah, dir haben sie ja ganz schön übel mitgespielt, sind das alles deine Steine?

 

Ich hätte eine Lösung für dein Problem:

Mach doch aus diesen Steinen Brot

 

Du nimmst diesen Beschwerdestein und gehst damit von Pfarrer zum Pastor, vom Pastor zu Diakon, von Seelsorger zu Seelsorger. Und du wirst das Brot der Zuwendung bekommen, des Mitleides und des Bedauerns.

Du Armer, was sie mit dir gemacht haben. …Das macht zwar nicht satt und hat auch keine Nährstoffe, aber was solls.

 

Ach ja, noch eine wichtige Sache: Du musst bei jedem neuen Seelsorger, Gesprächspartner usw. nebenbei erwähnen,  bei wem du schon alles gewesen bist. Die haben auch mit dir gebetet, aber es hat nichts bewirkt in deinem Leben. Wahrscheinlich hatten die keine Vollmacht. Aber hier, bei ihnen, spüre ich, sie sind ganz anders, sie können mir bestimmt besser helfen als die anderen. Mit einer so gut platzierten Manipulation, erreichst du volle Aufmerksamkeit und Zuwendung, denn welcher Seelsorger, will schon als Versager da stehen.

 

Und Du musst gut darauf achten, den Stein, nach jedem Gespräch wieder mitzunehmen.

Denn du bist ja das Opfer und alle sollen das wissen.

 

Es gibt allerdings noch eine viel bessere Lösung

 

An dem Tag wo du vergibst, bist du kein Opfer mehr.

 

Bei Gott gibt es Vergebung – für meine Steine, aber ich kann auch die Laststeine die ich anderen ständig nachtrage dort ablegen.

 

Und hört genau zu!!! Der, welcher an mir Schuldig geworden ist, der hat seine Schuld immer noch, der schleppt seine Steine so lange mit sich rum, bis er bei Dir um Entschuldigung gebeten hat, und wenn er Christ ist auch bei Gott.

 

Vergib anderen… nicht weil sie Vergebung verdienen, sondern weil du Frieden verdienst.

 

Bin ich Christ, kann ich zwar mein Fehlverhalten vor Gott bringen und auch Vergebung bekommen – doch Gott nimmt mich in die Pflicht – mich auch bei denen zu melden, an denen ich schuldig geworden bin.

Das ist vielleicht nicht gerade nett so etwas zu sagen, aber es ist die Wahrheit.

 

Das Problem ist auch manchmal, dass manche das Versagen der Anderen als Schutzschild vor sich hertragen um sich selbst nicht ändern zu müssen. Erst muss der andere sich ändern, dann werde ich vielleicht mal darüber nachdenken ob ich gewillt sein könnte, es in Erwägung zu ziehen …

 

Hör mal, es geht um dein Leben. Gott möchte, dass du ein Kind bist, das ihm folgt, ohne die Schuld der Anderen in den Händen.

Wie soll Gott deine Hände füllen,

wenn du am Versagen anderer festhältst?

Wer gibt empfängt; und wer festhält hat keine Hand frei.

 

Wie kann Gott dein Herz füllen, wenn es voller Bitterkeit ist.

Es stimmt, du bist verletzt und enttäuscht worden.

Das passiert uns laufend und immer wieder. In China fällt ein Sack Reis um, in Hamburg guckt ein Fisch aus dem Wasser und du bist verletzt worden. Ja, das gehört zum normalen Leben.

Und ich weiß wovon ich rede. Es gibt leichte und schwere Verletzungen.

 

Aber wir haben einen Arzt, der all unsere Schmerzen, unsere Verletzungen auf sich genommen hat. Du kannst heute heil werden.

 

Es lohnt sich nicht einen Meter, Schuld von anderen Leuten mit sich rumzuschleppen.

Es geht um dein von Schuld befreites Leben. 

 

Den meisten Menschen fällt es so schwer, aufzustehen und zu sagen, was sie möchten, weil sie sich vor den Konsequenzen fürchten, so dass sie lieber ein Leben in der gewohnten Welt mit all ihren Mängeln verbringen.

 

Stehe heute auf und lasse die Schuld los, die du dir nachträgst,

lasse die Schuld los, die anderen nachträgst und lasse die „Schuld“ los, die du Gott nachträgst.

 

Pack es an und lass es los. Heute und hier! 

Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Vergangenheit zerstört, was Gott für uns in der Zukunft bereit hält.   Amen

Advertisements

Comments (1) »

Davids Schuld und Umkehr

David’s Schuld und Umkehr

Predigttext: 2 Samuel 12, 1 – 10 & 13 – 15

1 Und der HERR sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. 2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; 3 aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte. Und er nährte es, dass es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß und er hielt’s wie eine Tochter. 4 Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er’s nicht über sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war, sondern er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war. 5 Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! 6 Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat. 7 Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls 8 und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. 9 Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du umgebracht durchs Schwert der Ammoniter. 10 Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei.

13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben. 14 Aber weil du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. 15 Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau David geboren hatte, sodass es todkrank wurde.

Liebe Gemeinde,

bevor wir uns mit dem Predigttext befassen, möchte ich mit euch einen kleinen Exkurs machen, zu einem Gespräch das so ziemlich am Anfang der Bibel steht.

Es ist dieses Gespräch von Gott mit Kain. 1. Mose 4, 6

Kain was denkst du gerade? Nichts!
Kain, du kannst mir doch nichts vormachen, komm sag schon was bewegt dich?
Nichts!
Warum senkst du dann deinen Blick und kannst mir nicht in die Augen schauen?
Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich.

      Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt?

Ist es nicht so, wenn du nichts unrechtes vorhast, kannst du mir in die Augen schauen? Wenn du aber Gedanken der Rache, des Neides , der Bitterkeit, der Unversöhnlichkeit in deinem Herzen bewegst –  dauert es nicht mehr lange und du tust anderen und dir Schaden. Böse Gedanken wollen von dir Besitz ergreifen, du aber sollst über sie herrschen.

Gott erwartete dies von Kain, da gab es noch kein inneres Heilungsseminar, da gab es noch keine Erlösung durch Jesus Christus, noch keine Vergebung.

Da gab es noch kein Mosaisches Gesetz, das den Umgang miteinander regelte.

Gott hatte ein Geschöpf geschaffen, dass in der Lage war und ist, Einfluss zu nehmen über die eigenen Gedanken.

Es ist die einfache Aufforderung, sich mal Gedanken über die eigenen Gedanken zu machen, die ich habe und zu schauen wo sie hinführen.

Ergebnis: Wir haben keine Entschuldigung. Wir sind verantwortlich für das was wir denken und wir sind in der Lage Einfluss zu nehmen, auf unser Denken. 

Und damit sind wir auch Verantwortlich für unser Tun oder Nicht-Tun.

Die Bibelstelle aus dem neuen Testament: Verändert euch, durch die Erneuerung eures Denkens, macht auf einmal Sinn, oder?

Und hier kommen wir zur Schuld von David. Alles begann nur mit einem Gedanken und es endete in einer Verstrickung von Lügen, Überheblichkeit und Mord.

Im Kapitel vorher heißt es: 2. Samuel 11, 1 – 3

1 Und als das Jahr um war, zur Zeit, da die Könige in den Kampf zu ziehen pflegen, sandte David Joab und seine Männer mit ihm und ganz Israel, damit sie das Land der Ammoniter verheerten und Rabba belagerten. David aber blieb in Jerusalem. 2 Und es begab sich, dass David um den Abend aufstand von seinem Lager und sich auf dem Dach des Königshauses erging; da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen; und die Frau war von sehr schöner Gestalt. 3 Und David sandte hin und ließ nach der Frau fragen und man sagte: Das ist doch Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters.

Der Rest ist die leidvolle, sich immer wiederholende Geschichte, von gescheiterten Beziehungen und Ehen. Es ist die leidvolle Geschichte so vielen Männern, manchmal vielleicht auch Frauen, die ihre Gedanken ihre Gefühlswelt oder Emotionen, ihre Sexualität nicht im Griff haben, oder sich jeder Gefühlsregung hingeben müssen.

Wenn man sich selbst und anderen etwas vorlügt, endet das immer im Chaos.

Ein Leben mit Lügen ist äußerst unpraktisch.

Es verlangt ständig nach Nachbesserungen

und irgendwann wird es kompliziert!

Sehr oft dann mit der Entschuldigung: Ich konnte ja nicht anders.

Wie viele Menschen sind gescheitert, mussten öffentliche Posten aufgeben, konnten nicht in ihrer Berufung leben, welche Gott ihnen zugedacht hatte.

Und alles beginnt so oft nur mit einem Gedanken, den man weiter bewegt, aber die daraus resultierenden Folgen nicht zu Ende gedacht hat.

Dann kommt der Prophet Nathan mit einer wirklich zu Herzen gehenden, rührenden Geschichte.

Die Geschichte vom armen Mann, mit seinem Schäflein, dass er wie eine Tochter hielt. Dieser Mann, hat sofort unser Mitgefühl. Und dann der böse reiche Mann, der zu geizig ist und dem armen Mann auch noch das Lämmlein wegnimmt.

Das sind die Geschichten die uns auch so richtig aufregen.

Wir ergreifen natürlich sofort Partei, sehen den Splitter im Auge der anderen und nehmen den Balken im eigenen Auge nicht wahr.

Auch David, total blind für die eigene Schuld, tappt natürlich in diese Falle. Sofort kochen die Emotionen hoch, ein Urteil wird gefällt.

Und so ist es doch oft.

Im Umgang mit der eigenen Schuld, sind wir unwahrscheinlich blind und gnädig. Aber, bei der Schuld der anderen legen wir einen scharfen Maßstab an und erinnern uns nach Jahren noch genau daran.

Ja, das kennen wir doch auch, oder?

Wir regen uns natürlich mit auf über diese Raffgierigen, die schon so viel haben und dann noch krumme Geschäfte machen.

Das mancher von uns, das bisher nicht gemacht hat, kann zwei Gründe haben.

Erstens: Es gibt sie einfach, die ehrlichen Menschen, welche nicht betrügen, die keine falschen  Angaben in der Steuererklärung, bei Harz4, ALGII Anträgen und sonst wo machen und den Nächsten nicht über den Tisch ziehen wollen.

Und zweitens: Nicht jeder von uns hat die Möglichkeit, Millionen beiseite zu schaffen.

Es ist so leicht über das Fehlverhalten der anderen zu urteilen, wenn man nie in ihrer Situation oder Versuchung war.

Oder wir werden laut wie David, um von der eigenen Schuld abzulenken.

Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat.

Zum Pfeil werden da die Hand und die Worte des Propheten.

Sie bohren sich in Davids Herz.

Du, du bist der Mann, du nahmst Urias Weib und brachtest ihn zum Tod, du bist der Mann!

Doch so sehr sich David bei dem Versuch sein Fehlverhalten zu verschleiern verrennt, umso kompromissloser ist seine Haltung bei seiner Überführung.

Er muss erst gar nicht nach Worten suchen, es wird sofort offenbar wie es in seinem Herzen aussieht.

Ich habe gesündigt.

Das ist keine Entschuldigung, keine Erklärung warum das so gekommen ist.

Auch kein Delegieren von Schuld, nach dem Motto: Na muss sich denn diese Frau auch am hellen Tag auf ihrem Balkon baden?

Was uns allen klar sein sollte ist:

Es geht in unserem Leben nicht ohne Schuld ab. Wir werden schuldig aneinander und vor Gott.

Aber wie gehen wir damit um?

Da wird dann wird über Jahre, gestritten und gefeilscht, da wird Alkohol oder die verkorkste Kindheit zur Rechtfertigung von Straftaten mit der Hoffnung auf Strafmilderung in die Waagschale geworfen.

Doch wie viel einfacher wäre das Miteinander, wenn öfter dieser einfache Satz käme: Ich bin schuld, ich habe gesündigt.

Geben sie ihre Schuld niemals zu; sagt ihre Haftpflicht.

Wer seine Schuld bekennt, dem wir sie vergeben; sagt Jesus.

Gott vergibt nun mal keine Entschuldigung, Ausreden und Erklärungen, sondern nur Schuld!

Die Antwort Nathans ist aber auch geradezu verblüffend.

Vers 13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben

Das ist echt verblüffend, solch eine Aussage im AT, ganz ohne Opfer, ganz ohne religiöses dazutun.

In dieser Begebenheit wird geradezu deutlich um was es Gott so oft wirklich geht.

Der Weg eines Menschen, ist recht in seinen Augen, aber der Herr prüft die Herzen. Spr. 21, 2

Es geht bei der Vergebung Gottes nicht darum, was muss ich leisten um mein Schuld zu sühnen, sondern einzig und allein um die Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit meines Herzens.

Nathan weiß das und David weiß das offensichtlich auch.

Ich hatte viele Jahre Schwierigkeiten mit einer bestimmten Bibelstelle. Es ist der plötzliche Übergang von Vers 14 auf Vers 15 im Psalm 51, Davids Bußpsalm.

3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.4 Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; 5 denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. 6 An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf dass du Recht behaltest in deinen Worten und rein dastehst, wenn du richtest. 7 Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. 8 Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.9 Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneeweiß werde. 10 Lass mich hören Freude und Wonne, dass die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.11 Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat.

12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.

14 Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

15 Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.

16 Errette mich von Blutschuld, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, dass meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.

17 Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

18 Denn Schlachtopfer willst du nicht, ich wollte sie dir sonst geben, und Brandopfer gefallen dir nicht.

19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist,

ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

Es ist der Übergang von Vers 14 zu Vers 15.

Meine normale Reaktion wäre ja folgende.

David, du willst was? Die Übertreter und die Sünder lehren?

Mensch, halt mal die Füße und dein Mundwerk still.

Nachdem was du dir da geleistet hast, gleich so fett aufzutragen.

Wäre es nicht besser du würdest dich erst mal ein halbes Jahr zurück ziehen in eine deiner Höhlen, welche du von früher noch kennst.

Na, der ist doch nicht ganz klar im Kopf. Erst spannt er dem Uria die Frau aus, dann versucht er ihm das Kind unterzujubeln und als das nicht funktioniert, schickt er den armen Kerl mit dem eigenen Todesurteil zurück an die Front.

15 Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.

Aber ist Davids Reaktion denn wirklich so falsch?

Oder haben David und Nathan, schon im  Alten Testament verstanden wie  Vergebung „funktioniert“?

Das man Schuld vergeben bekommt, ohne Gegenleistung.

Und das auch wir nur wirklich freie Menschen sind, oder werden können, wenn wir Schuld vergeben – ohne dem anderen noch etwas nachzutragen.

Jona, dieser arbeitsunwillige Prophet, hat die dümmste Erklärung, die ich je gelesen habe, warum er seinen Dienst nicht tun wollte.

*2 Und er (Jona) betete zum HERRN und sagte: Ach, HERR! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis!

Denn ich wußte, daß du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen läßt.  Jona 4, 2

Übrigens hat auch Jesus Sünde vergeben, ohne Gegenleistung.

Als Jesus noch lebte, war das zur Zeit des alten Bundes, des Alten Testamentes, denn er war noch nicht gestorben.

Und wir heute? Wie gehen wir mit der Schuld um, mit der eigenen und der Schuld der anderen?

Es ist unsere Entscheidung, deine ganz persönliche.

Psalm 32, 3 Denn als ich es wollte verschweigen,

verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.

4 Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,

dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird.

5 Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen.

Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.

Es geht in unserem Leben nicht ohne Schuld ab.

Wir werden schuldig, aneinander und vor Gott.

Aber, wenn etwas falsch gelaufen ist, dann ist es besser damit ins Licht zu gehen. Alle Schuld, die wir bei Gott bekannt haben, kann uns nicht mehr belasten und gegen uns verwendet werden.

Vielleicht ist es auch dran, auf jemanden zuzugehen und um Vergebung zu bitten. Manchmal braucht es einfach jemanden, der den Anfang macht.

Und  viel, viel Schuld und Not lässt sich vermeiden, wenn wir acht haben auf unsere Gedanken. Negative und Rachegedanken, so wie sie Kain im Herzen hatte, oder ehebrecherische Gedanken wie sie David zu Sünde verführten, gar nicht erst weiter zudenken, sondern Gott zu gehen und um seinen Frieden in unserem Herzen zu bitten.

Und der Friede Gottes, welche höher und stärker ist, als all unser menschliches Denken, der bewahre eure Herzen und Sinne in Jesu Christus.

 

Amen

Leave a comment »

Gott ist dir sehr viel näher als eine Kirche im Morgendunst!

IMG_0774.JPG

Leave a comment »

Gebet um Jesus kennen zu lernen

Jesus, zeigt mir, wer du wirklich bist.
Ich möchte dich erkennen, dein wahres und echtes Ich. Ich möchte dich erleben wie du wirklich bist. Heiliger Geist, befreie mich, damit ich Jesus so kennen lernen kann, wie er wirklich ist. Öffne mir die Augen, damit ich ihn erkennen kann. Erlöse mich von allen falschen Auffassungen über Jesus und zeige mir die Wahrheit.

Leave a comment »